Fragen und Antworten zur Ausschreibung
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Was erwartet der Stifterverband von der Stadt der Wissenschaft?
Der Stifterverband erwartet von der Stadt der Wissenschaft, dass sie ein
überzeugendes Konzept vorlegt, aus dem hervorgeht, wie sie das vor Ort
vorhandene wissenschaftliche Potential nutzen, bündeln und mit Einrichtungen
der Wirtschaft, Kultur und Bildung vernetzen will. Es geht darum, alle Kräfte –
Stadt, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Bildung und Öffentlichkeit – für die
Stärkung der Region als Wissenschaftsstandort zu mobilisieren.
Die Stadt und ihre Partner entwickeln Aktivitäten und gemeinsame Projekte,
die Bürgerinnen und Bürger über das Jahr hinweg erfahren lassen, welche
Bedeutung die Wissenschaft für ihren Alltag und für die Region hat. Das
können Vortragsveranstaltungen, Workshops, Ausstellungen, Projekte mit
Schulen, Wissenschaftstheater etc. sein. Das Angebot soll breit gefächert
und originell sein, so dass ein langfristiges Interesse an der Wissenschaft
geweckt und ein nachhaltiger Dialog mit der Öffentlichkeit angestoßen wird.
Durch ein solches Jahresprogramm wird Bildung und Wissenschaft im
öffentlichen Raum erlebbar. Neue Formen der Zusammenarbeit sollen
langfristig etabliert und eine sichtbare Weiterentwicklung des Zusammen-
wirkens erreicht werden.
Wer kann sich bewerben?
Es können sich klassische Universitätsstädte und bekannte Technologieregionen ebenso bewerben wie Städte, die ihr Profil als Wissenschaftsstadt noch schärfen wollen. Es kommt dabei keineswegs auf die Größe der Stadt oder auf die Zahl der Forschungseinrichtungen an, sondern auf vernetztes Denken, originelle Ideen und nachhaltige Kooperationen. Wiederholte Bewerbungen sind möglich und erwünscht.
Können sich auch mehrere Städte zusammen oder Regionen bewerben?
Das ist möglich, wenn die Städte oder die Regionen generell institutionell
zusammenarbeiten und ein regionaler Verbund erkennbar ist, der auch über
die Wettbewerbsteilnahme hinaus Bestand hat. Eine Kooperation nur für die
Bewerbung zum Wettbewerb "Stadt der Wissenschaft" ist nicht möglich.
Bei Bewerbungen mehrerer Städte muss eine Stadt gegenüber dem
Stifterverband die Federführung übernehmen.
Wie hoch ist das Preisgeld?
Die Fördersumme des Stifterverbandes für die Gewinnerstadt beträgt maximal
250.000 Euro. Der Titel gibt den Städten aber so viel Rückenwind, dass es
durch Sponsoren und Förderer gelingt, ein Mehrfaches dieser Summe für
das Wissenschaftsjahr einzusetzen. Und mit dem Jahr 2012 erhalten auch
die Finalisten jeweils 50.000 Euro vom Stifterverband.
Wie muss das Preisgeld verwendet werden?
Die Verwendung des Preisgeldes steht frei. So kann zum Beispiel ein Koordinator bezahlt werden, der die Aktivitäten über das Jahr organisiert, oder einzelne Projekte finanziert werden. Bitte teilen Sie uns in Ihrem Antrag mit, wofür Sie die Gelder verwenden möchten. Wir möchten ebenfalls wissen, wie die restlichen Aktivitäten finanziert werden und welchen Beitrag die Stadt leistet.
Wie bewirbt sich die Stadt?
Alle Städte sind zunächst aufgefordert, bis zum 20. Oktober 2010 eine kurze
Ideenskizze (maximal zehn Seiten) einzureichen. Auf dieser Grundlage wird
eine hochrangige Jury drei Städte auswählen, die dann in einen öffentlichen
Wettbewerb treten. Sie sind anschließend aufgefordert, eine Vollbewerbung
auszuarbeiten und ihr Konzept im Finale am 29. März 2011 der Jury zu
präsentieren.
Wenn unsere Stadt die Stadt der Wissenschaft wird, bedeutet das,
dass auch der Wissenschaftssommer bei uns stattfindet?
Ja. Die Stadt der Wissenschaft 2012 ist auch Ausrichter des Wissen-
schaftssommers 2012. Dieses Wissenschaftsfestival sorgt für bundesweite Aufmerksamkeit und kann als ein Projekt in das Jahresprogramm der Stadt integriert werden. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen vor Ort, Partnern in der Region und der Stadt der Wissenschaft organisiert die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) dieses Festival. Im Rahmen des Festivals wird Wissenschaft durch interaktive Ausstellungen und andere dialogische Formate erlebbar. Labore und Institute öffnen sich für die Öffentlichkeit in einer Langen Nacht der Wissenschaften, Ausstellungen zeigen Schnittpunkte von Kunst und Wissenschaften und in Vorträgen, Talkshows und Kulturveranstaltungen werden aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Forschung vorgestellt und diskutiert. Forscher verschiedenster Disziplinen erzählen auf den Straßen und Marktplätzen von ihrer Arbeit und ihren Forschungszielen.
Was ist die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD)?
WiD bringt die Öffentlichkeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch. Mit dem Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken, wurde WiD im Jahr 1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. WiD organisiert Ausstellungen, Wissenschaftsfestivals, Symposien und engagiert sich für die Diskussion und den Austausch über Forschung in Deutschland.
Wissenschaft im Dialog ist auch Kompetenzzentrum für Wissenschafts-
kommunikation. Wissenschaftlern und professionellen Kommunikatoren
dient die Initiative Wissenschaft im Dialog als Netzwerk und Plattform
für den Austausch von best practice-Beispielen.
Zur Website von Wissenschaft im Dialog
Welchen Beitrag leistet Wissenschaft im Dialog (WiD)?
Gemeinsam mit Partnern der Region und der Stadt der Wissenschaft
organisiert die Initiative Wissenschaft im Dialog den Wissenschaftssom-
mer. Die Partner und Mitglieder von WiD werden sich mit etablierten
und erprobten Formaten in den Wissenschaftssommer einbringen.
Hierzu zählen unter anderem das Schülerparlament, das Wissenschafts-
Filmfest und das Wissenschafts-Puppentheater. Im Rahmen des
Wissenschaftssommers werden in einer bundesweit beachteten
Veranstaltung auch der Communicator-Preis sowie der Publikumspreis
des Stifterverbandes, Wissenschaft interaktiv, verliehen.
Welcher Beitrag wird von der Stadt erwartet?
Die Stadt der Wissenschaft sollte im Rahmen ihrer Bewerbung ihre Vor-
stellungen und ihren Beitrag (finanziell, Sachleistungen, strukturell, inhaltlich,
Formate) für den Wissenschaftssommer formulieren und die Einbettung in
das Jahresprogramm deutlich machen. Es wird erwartet, dass die Stadt der
Wissenschaft die Infrastruktur für den Wissenschaftssommer zur Verfügung
und nach ihren Möglichkeiten die Finanzierung nicht nur der eigenen Beiträge
sicher stellt. Wissenschaft im Dialog steht bereits in der Bewerbungsphase als
Ansprechpartner für Fragen rund um den Wissenschaftssommer zur Verfügung.
Ansprechpartnerin
Andrea Frank
Programmleiterin
Forschung und
Wissenschafts-
dialog
Stifterverband für die
Deutsche Wissenschaft
Hauptstadtbüro
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
T: (030) 322 982-502
F: (030) 322 982-515
E-Mail senden
Hella Grenzebach
Projektleiterin
Wissenschaft im Dialog
Charlottenstraße 80
10117 Berlin
T: (030) 20 62 29 545
F: (030) 20 62 29 515
E-Mail senden
